Salbei-Deo …Theo, wir fahr’n nach Lodz…
Bei diesen sommerlichen Temperaturen fließt er in Hülle und Fülle: der Schweiß. Die Bloodhound Gang sang schon in The Bad Touch: „sweat, baby, sweat…“ und auch Inner Circle widmete der nicht so beliebten Körperlüssigkeit ein Lied.
Im Grunde ist ja Schwitzen gesund, unangenehm wird es ja erst, wenn es zu stinken anfängt oder sich riesige Schweißflecken über das graue T-Shirt erstecken – Tipp 1: auf weißen oder schwarzen Stoffen sieht man es nicht so schnell.
Tipp 2: Regelmäßiger Sport und Sauna helfen auch, um das Schwitz-Ausmaß ins Gleichgewicht zu bringen.
Nun ja, der Mensch ist im Allgemeinen recht bequem und greift deshalb gerne zum Anti-Transpirant. Jetzt ist es natürlich möglich, sich von oben bis unten mit Deos zu beduften, die reich an Aluminium bzw. Aluminium-Chlorid (ACh) sind, nur „gsund is des nit“. Julia hat eine Übersicht erstellt, mit welchen Giften wir uns tagtäglich hübsch und wohlriechend machen. Paranoia olé – da stinkt ich lieber – btw auf Jules Moody gibt es ganz viele Rezepte zur natürlichen Kosmetik ohne Gift und chemischen Inhaltsstoffen.
Auf der anderen Seite heißt es natürlich, dass gegen alles ein Kraut gewachsen ist und jaaaa, auch gegen das Schwitzen: Tipp 3: der Salbei! Als Tee (Achtung: nur zwei Minuten ziehen lassen, sonst verflüchtigen sich die guten Stoffe) innerlich oder als äusserlich anwenden, lindert es schon die schlimmsten Beschwerden. Stillende Frauen sollten allerdings darauf verzichten, da es blöderweise auch den Milchfluss hemmt. Und weil man ja nicht immer Zeit und Lust hat, sich einen Tee aufzubrühen, etwas für die Ewigkeit – ok, das nicht unbedingt, aber man kommt zumindest eine Zeit lang aus: Deo aus Salbei.
Man brauch für ein Salbei-Deo:
- 4 – 5 Salbeiblätter
- abgekochtes Wasser (75 ml)
- 1 – 2 TL Natron
- 5 Tropfen echtes ätherisches Öl
- Sprühflasche
So geht‘s:
Aus den Salbeiblättern und dem abgekochten Wasser einen Tee aufbrühen und 2 Minuten ziehen lassen, dann gibt man das Natron dazu und rührt so lange bis es sich aufgelöst hat. Zum Schluss noch das ätherische Öl hinzugeben und in die Sprühflasche abfüllen.
Ich fahre jetzt auf alle Fälle mit Theo nach Lodz, ganz schweißfrei und entspannt.
P.S.: Wie immer mit dabei bei GRÜNZEUG[we love green stuff] von den Naturkindern.


6 Comments
Roxy
Klingt fabelhaft, muss ich unbedingt ausprobieren! Ich mach mir ja schon seit geraumer Zeit meine Deo-Creme aus Natron, Kokosöl, Speisestärke und ätherischem Öl. Das funktioniert zwar super, hinterlässt aber oft weiße Spuren.
Ich check mal deine Salbei-Variante aus!
Uli
Die Deo-Creme wollte ich auch machen, aber macht das Kokosfett denn keine Fettflecken auf der Kleidung? glg Uli
Roxy
Nee, Fettflecken sind gar kein Ding, das Kokosöl geht sofort ein. Aber die Stärke und das Natron hinterlassen gerne weiße Flecken. Und neulich hab ich aus Versehen zu viel Stärke rein gemischt und jetzt sieht das immer aus als hätte ich eine schlimme Hautkrankheit unter den Armen… Dann halt nicht ärmellos…
Ich hab jetzt mal für dein Deo destilliertes Wasser gekauft. Macht in meinem Kopf irgendwie Sinn. Und ich plane einfach mehr Tee zu kochen und einen Teil einzufrieren, um dann bei Bedarf immer gleich neues Deo mischen zu können. Meinst du das geht?
Uli
Das mit dem Natron und den weißen Flecken ist beim Sprüh-Deo aber auch. Tjaaa, auch Achselhaare können Schuppen haben
iiiihhhh. Hm, keine Ahnung ob das geht, da fehlt mir das physikalische Wissen. Warum eigentlich nicht?
Ulli
Das ist eine sehr gute Idee! Ich habe bis jetzt das Deo nur mit abgekochtem Leitungswasser gemacht, aber Salbei zu inkludieren klingt sehr nice. Werde ich auf jeden Fall nachmachen
Uli
Hallo liebe Ulli, mir haben Salbei-Waschungen immer ganz gut gegen das Schwitzen geholfen, deswegen hab ich es ins Deo „eingebaut“. Riecht auch gar nicht nach Salbei, nur ob es dadurch schneller schlecht wird, weiß ich nicht. glg Ui